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Ein Durcheinander von Projekten?

Autorenbild: Carla Park
Carla Park
11. Aug.
2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 12. Aug.


Mehrere Projekte nebeneinander wirken oft chaotisch. Wenn ich mir die Feeds anderer Autoren ansehe, ist in den allermeisten Fällen über einen längeren Zeitraum ein einziges Buch zu finden, an dem gerade gearbeitet wird. Das muss nicht schlecht sein - man kann sich komplett auf eine Sache konzentrieren und kommt vielleicht auch früher zum Abschluss. Nur selten schreibt jemand an mehreren Projekten gleichzeitig (oder traut sich, es zuzugeben).


Bei mir ist das anders. Ich habe gleichzeitig an meinem Debüt "Endstation Höchststrafe" und dazu noch an einem anderen Roman geschrieben, den ich allerdings nicht veröffentlicht habe. Irgendwie hatte ich noch nicht den Mut dazu ...


In der Endphase meines Studiums fiel das Schreiben für längere Zeit flach. Da habe ich selten etwas zu Papier gebracht, hatte aber unglaublich viele Ideen. Weil die nicht unter den Tisch fallen sollten, habe ich sie mir aufgeschrieben und nach Einreichung meiner Abschlussarbeit ausgearbeitet. Nicht immer kann alles sofort erledigt werden.


Nach meinem Abschluss gibt es weiterhin viel zu tun, aber mit dem Studium ist eine schwere Last von mir abgefallen. Jetzt kann ich zumindest ein paarmal pro Woche an meinen Projekten weiterschreiben. Mein Historienroman handelt von einer Frau in der Spätantike (5. Jahrhundert n. Chr.), die gegen alle Widerstände den Handwerksbetrieb ihres Vaters übernimmt. Eine Romantasy thematisiert das Aufeinanderprallen zweier Welten und die Kämpfe, die man als Alleinerziehende ausficht (darin steckt so einiges aus meinem Leben). Mein dritter Nordkorea-Roman steht noch ganz am Anfang - diesmal sind zwei Frauen die Protagonistinnen. Und mein erstes Sachbuch-Projekt schreitet stetig fort. Es handelt sich dabei um einen Ratgeber zum Thema Cyberkriminalität.


Warum mache ich das alles? Weil ich in den letzten Jahren immer stärker das Gefühl hatte, keine Ahnung von irgendwas zu haben - trotz zweier Berufsausbildungen und Studium. Dabei gab es in allen Epochen Frauen, die sich nicht mit einer untergeordneten Rolle zufriedengegeben haben. Vorbilder wären also genügend da, man muss sie nur kennen.


Gerade im IT-Bereich muss man sich Wissen oft teuer einkaufen, wenn man nicht vom Fach ist (das trifft auch auf andere Bereiche zu, wie Finanzen, Immobilien, Scheidung usw.). Auch die Medienlandschaft ist entgegen anderslautender Behauptungen nicht gerade frauenfreundlich - sonst würde viel stärker darauf geachtet, auch Frauen adäquates Wissen in Schlüsselbereichen zu vermitteln. Stattdessen wird immer noch davon ausgegangen, dass diese Dinge schon für uns erledigt werden.


So kam es also zu diesem Projekt-Chaos, das für mich keines ist - in meinem Kopf herrscht dennoch Ordnung. Es wird bestimmt nicht langweilig :-)


 
 
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