Wissen aus früheren Zeiten
- Carla Park

- vor 7 Tagen
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Aktualisiert: vor 5 Tagen

Wenn wir über lang vergangene Epochen schreiben, wird die Quellenlage zum Problem. Manche Perioden der Geschichte liegen beinahe völlig im Dunkeln. Wir können uns nur auf die überlieferten Aufzeichnungen verlassen.
Im frühen Mittelalter konnten nur wenige Menschen Lesen und Schreiben. Die Klöster waren nicht nur religiöse Zentren, sondern Orte der Bildung und Wissensverbreitung. Viele Mönche waren des Schreibens mächtig, machten jedoch nur einen geringen Prozentsatz der Bevölkerung aus.
Es waren Mönche wie Gregor von Tours, die uns so detaillierte Schriften hinterlassen haben, dass wir uns heute das Leben im Frühmittelalter ungefähr vorstellen können. Andere Verfasser sind uns nicht einmal namentlich bekannt, wie die Autoren der Vita Severini oder des Querolus. Die Ereignisse des vierten / fünften / sechsten Jahrhunderts sind uns dank dieser Gelehrten nicht völlig unbekannt.
Wenn ich Romane über das Mittelalter schreibe, greife ich auf Übersetzungen dieser Quellen zurück. Dokumente wie die Geschichte der Franken, die Gotengeschichte und die Vita Severini sind wichtige Anhaltspunkte für mich, wenn ich die historischen Ereignisse beschreibe.
Gerade arbeite ich an meinem zweiten Roman über eine Zeit voller Umbrüche, die mit dem Zerfall des (west)römischen Reichs beginnt. Mehr wird noch nicht verraten :-)



